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Ökobilanz für Metalldose, Glas, Karton und Pouch: Mit Kartonpackungen bis zu 60 Prozent CO2-Emissionen und fossile Ressourcen einsparen April 2009. Erstmals wurde jetzt in einer europaweiten Ökobilanz für Metalldosen, Glas, Karton und Pouch belegt: Mit Kartonpackungen können bis zu 60 Prozent CO2-Emissionen und bis zu 60 Prozent fossile Ressourcen eingespart werden. Die aktuelle, unabhängig geprüfte Studie des Institutes für Energie- und Umweltforschung (ifeu) sieht das Gesamtgewicht und Material einer Verpackung als Haupttreiber für die Umwelteinflüsse eines Verpackungssystems für haltbare Lebensmittel (wie zum Beispiel Suppen und Tomatenprodukte). Umweltaspekte von Verpackungen werden bei Bewertungen und Entscheidungen der Gesetzgeber, der Lebensmittelindustrie, des Handels und ebenso der Verbraucher immer wichtiger. Fundierte Aussagen über die Auswirkungen einer Verpackungslösung auf die Umwelt lassen sich nur auf Grundlage valider Fakten treffen. SIG Combibloc hat daher das Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) in Heidelberg (Deutschland) beauftragt, in einer vergleichenden Ökobilanz die Umweltauswirkungen unterschiedlicher Verpackungssysteme für haltbare Lebensmittel zu analysieren und zu bewerten. Das unabhängige ifeu-Institut ist eines der renommiertesten ökologischen Forschungsinstitute. Zu seinen Auftraggebern gehören beispielsweise auch Ministerien, internationale Umweltverbände, das Deutsche Umweltbundesamt sowie zahlreiche Wirtschaftsunternehmen. Die aktuelle Studie wurde nach den international verbindlichen ISO-Standards für Ökobilanzen erstellt und betrachtet den gesamten Lebenszyklus einer Verpackung. Michael Hecker, Head of Group Environment, Health & Safety bei SIG Combibloc: „Unser erklärtes Ziel war es, fundierte Aussagen über die Umweltrelevanz der gängigen Verpackungen für haltbare Lebensmittel zu erhalten. Im Zentrum der Betrachtung standen dabei neben unseren aseptischen und autoklavierbaren Kartonverpackungen auch Konservendosen aus Metall, Glaskonserven und autoklavierbare Pouches.“ Umweltrelevante Faktoren im Fokus Bei der neuen Ökobilanz wurden alle wesentlichen umweltrelevanten Faktoren und Prozesse kritisch betrachtet und bewertet, die entlang des Produktlebensweges derartiger Verpackungssysteme zum Tragen kommen: angefangen bei der Gewinnung und Verarbeitung der Verpackungsrohstoffe über die Verpackungsherstellung, den Transport, den Verpackungsprozess der Lebensmittel, die Distribution bis zum Handel sowie das Recycling beziehungsweise die Entsorgung der Packung nach dem Gebrauch. In der Ökobilanz wurden alle wesentlichen ressourcenrelevanten als auch die emissionsbezogenen Umweltkategorien untersucht und bewertet. Im Bezug auf den Ressourceneinsatz gehören dazu der Verbrauch fossiler Rohstoffe, eingesetzter Primärenergie und die Naturraumbeanspruchung. Hinsichtlich der Emissionen sind es der CO2-Ausstoß und der damit verbundene Klimawandel, die Feinstaubbelastung der Luft sowie die Eutrophierung und Versauerung von Böden und Gewässern. Insbesondere der CO2-Ausstoß wird in der heutigen Umweltpolitik entsprechend hoch eingestuft. Gewicht und Material der Verpackung entscheiden Das Ergebnis der Studie belegt: Das Gesamtgewicht und das Material der Verpackung sind die entscheidenden Faktoren bei der Bewertung der Umwelteinflüsse eines Verpackungssystems für haltbare Lebensmittel. Sie bestimmen hauptsächlich, welche Auswirkungen eine Verpackungslösung während ihres Produktlebensweges auf die Umwelt hat. Das aseptische wie auch das autoklavierbare Kartonverpackungssystem zeigen in der aktuellen Studie in allen Umweltkategorien (mit Ausnahme der Naturraumbeanspruchung) die besten Ergebnisse – sowohl hinsichtlich des Ressourceneinsatzes als auch der Emissionen. Am prägnantesten treten die positiven Ergebnisse in den Wirkungskategorien fossiler Rohstoffverbrauch, Einsatz von Primärenergie und CO2-Ausstoß/Kli-mawandel hervor. Die Studie belegt, dass die Kartonpackung die Umwelt sowohl beim Einsatz fossiler Ressourcen wie auch bei der CO2-Emission bis zu 60 Prozent weniger beansprucht als die anderen in der Studie berücksichtigten Verpackungen. Gründe dafür liegen der Studie zufolge in erster Linie im geringen Gewicht der Kartonpackungen, das aus dem ressourceneffizienten Einsatz von Rohstoffen resultiert. Sie verbrauchen signifikant weniger fossile Ressourcen als Konservendosen aus Metall, Glaskonserven und Pouchpackungen, denn Kartonpackungen haben einen hohen Anteil von Zellstoff, der aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gewonnen wird. Dieser Rohstoff ist mit cirka 70 Prozent Hauptbestandteil der Packungen. Folglich liegt die Kartonpackung in der Wirkungskategorie „Naturraumbeanspruchung“ zwangsläufig hinter den Verpackungssystemen, die hauptsächlich aus fossilen Rohstoffen bestehen. Das Holz für den Zellstoff der späteren Kartonpackungen ist jedoch ein nachwachsender Rohstoff. Im Gegensatz zu fossilen, endlichen Ressourcen steht dieser bei verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung immer wieder neu zur Verfügung. Tim Kirchen, Global Food Manager bei SIG Combibloc: „Weltweit gewinnt die Reduktion von CO2-Emissionen und die Einsparung fossiler Ressourcen bei Verpackungen immer mehr an Bedeutung. Für die internationale Lebensmittelindustrie und den Handel wird es immer wichtiger, Entscheidungen über das Verpackungsportfolio anhand von Fakten und fundierten Analysen zu treffen, die Umwelteinflüsse über den gesamten Lebensweg betrachten. Nur so können umfassende Rückschlüsse auf die Umweltperformance der Verpackung gezogen werden. Die aktuelle Ökobilanz zeigt eindeutig, dass die Kartonpackung gerade auch unter Umweltaspekten die ideale Verpackungslösung ist.“ Aufgrund der international ausgerichteten Lebensmittelindustrie ist die aktuelle Ökobilanz nicht auf einzelne Länder fokussiert, sondern hat erstmalig einen gesamteuropäischen Ansatz. Michael Hecker erläutert: „Auf diese Weise haben wir beispielsweise starke Unterschiede in den Recyclingquoten in die Betrachtung mit einbezogen. Die ermittelten Resultate, die auf den durchschnittlichen Recyclingraten in den europäischen Staaten basieren, wurden einer detaillierten Sensitivitätsanalyse unterzogen. Sie belegt, dass die Kartonpackung auch bei variierenden Recyclingquoten in nahezu allen umweltrelevanten Bewertungskategorien vor den Verpackungsalternativen abschneidet.“ Die Ergebnisse der Ökobilanz des ifeu-Institutes wurden von den unabhängigen LCA- und Verpackungsexperten Prof. Dr. Walter Klöpffer, Hans-Jürgen Garvens und Dr. Rolf Frischknecht begleitet, kritisch geprüft und bestätigt. Prof. Dr. Walter Klöpffer, Vorsitzender des Gremiums und Chefredakteur des „International Journal of Life Cycle Assessment“: „Mit der Dringlichkeit der Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz gewinnen auch Ökobilanzstudien immer mehr an Bedeutung. Entscheidend für die Relevanz einer solchen Studie ist ihre Herkunft und letztlich ihre unabhängige kritische Prüfung, die in der vorliegenden Studie ISO-konform erfolgte.“
Bildunterschrift: Erstmals wurde jetzt in einer europaweiten Ökobilanz für Metalldosen, Glas, Karton und Pouch belegt: Mit Kartonpackungen können bis zu 60 Prozent CO2-Emissionen und bis zu 60 Prozent fossile Ressourcen eingespart werden. Foto: SIG Combibloc Ihr Kontakt: Heike Thevis – Pressereferentin SIG Combibloc GmbH Rurstrasse 58, D-52441 Linnich, Germany Tel: +49 2462 79 2608 Fax: +49 2462 79 17 2608 Email: heike.thevis@sig.biz SIG Combibloc ist einer der weltweit führenden Systemhersteller von Kartonpackungen und Füllmaschinen für Getränke und Lebensmittel und erzielte 2008 mit rund 4.100 Mitarbeitern in 40 Ländern einen Umsatz von 1.249 Millionen Euro. SIG Combibloc gehört zur SIG Holding, Schweiz, die Teil der neuseeländischen Rank Group ist. News Übersicht >> |